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Aufgaben und Ziele
Das Institut zur Erforschung der religiösen Gegenwartskultur (IrG) wurde im Jahr 1996 gegründet. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die empirische Forschung – vorrangig mit Methoden der qualitativen Sozialforschung – über verschiedenste Phänomene der religiösen Gegenwartskultur und die Weiterentwicklung religionstheoretischer Instrumente zu deren adäquater Erfassung und Deutung.
Der Fokus unserer Forschung liegt auf lebensweltlich verankerter Religiosität und modernen religiösen Vergemeinschaftungsformen. Dabei stehen Veränderungen im Verhältnis zwischen traditionell verankerter Religiosität und den gewandelten Lebens- und Sozialformen der Gegenwart im Mittelpunkt. Während in der Anfangszeit vornehmlich alternative spirituelle Orientierungen im Umfeld der christlichen Kirchen untersucht wurden, arbeitet das Institut inzwischen an einer dreifachen Ausweitung dieser Perspektive:
- Zum ersten werden in Formen der religiösen Gegenwartskultur aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten aufeinander abgebildet (komparatistische Perspektive).
- Zum zweiten wird verstärkt der Zusammenhang zwischen gelebter Religiosität und den im Hintergrund stehenden religiösen Symbolsystemen in den Blick genommen (historische Perspektive).
- Zum dritten werden die Auswirkungen von Globalisierungserscheinungen und transnationale Entwicklungen auf die religiöse Gegenwartskultur untersucht (transnationale/globalisierungstheoretische Perspektive).
Das Arbeitsprinzip des Instituts ist interdisziplinär: Während die Anfangszeit von einer unkonventionellen Zusammenarbeit zwischen Theologie, Religionswissenschaft und Soziologie geprägt war, steht heute die Zusammenarbeit einer kulturwissenschaftlich verankerten Religionswissenschaft und einer wissenssoziologisch verorteten Religionssoziologie im Mittelpunkt unserer Arbeit.


